Tasse 4: Ute Casselmann

Jesus hat uns ein Leben, die Fülle geschenkt.

Leben in seiner ganzen Fülle

Bei dem Besuch einer Gemeinde fällt mir eine nette Dame mit besonderer Ausstrahlung ins Auge. Kaffee trinken geht sie gerne. Bei der Vereinbarung eines Termins zu „Coffee with a Stranger“ fühle ich, wie man bei ihr ankommen kann. An einem sonnigen Tag trafen wir uns dann auf einen Eiskaffee in einem urigen Café.

Die nette Dame ist Ute Casselmann, Leiterin in der Gemeinde, wie sich herausstellt. Als junge Frau war sie schon auf Demonstrationen für Frieden, Gerechtigkeit und die Bewahrung der Schöpfung. Ute ist im Osten Deutschlands aufgewachsen und hat mit ihrem kleinen Hammer auf die Berliner Mauer eingeschlagen. Sie konnte sich damals nicht vorstellen, dass die Mauer einfällt.

Den ersten Ferienjob hatte Ute mit 14 Jahren als Stationshilfe im Krankenhaus. Mit 13 Jahren hat sie ihr Leben Jesus übergeben und konnte ihr Leben nicht genauso dem Staat durch die Jugendweihe versprechen: „Ich hatte mein Leben gerade Jesus übergeben, ich konnte doch das nicht dem Staat jetzt genauso versprechen – das habe ich nicht geschafft.“ Das bedeutete kein Abitur. Nach der Ausbildung zur pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten und einem Jahr Arbeit passierte das Wunder, dass sie an einer Ingenieurschule für Pharmazie angenommen wurde wegen guter Leistung und weil der Herr es so wollte.

Heute lebt Ute im Süden Deutschlands und hat eine tiefe Dankbarkeit dafür, dass es ihr so gut geht. Sie hat eine tolle Gemeinde, eine tolle Arbeit und eine tolle Familie mit einem laufenden Wunder. Nichts hat ihr Denken, ihren Geist, ihre Seele und ihren Leib so verändert wie Mutterwerden.

Ute hat eine natürliche Leiterbegabung und ist im Auftrag des Herrn unterwegs. Da erlebt sie richtig viel. Sie findet es sehr spannend, neue Leute kennenzulernen, neue Geschichten zu hören und ist sehr gern mit Menschen zusammen. Jeden Tag gibt’s was zu freuen. Gemeinde ist jeden Tag und in ihrer Freizeit macht sie gerne Sport, liest viel, singt im Chor und trifft sich natürlich mit Leuten. Langeweile gibt es nicht, und wenn sie mal auf der Couch sitzt, dann findet man sie beim Stricken.

An dich:

Sei gesegnet mit dem Frieden, der von Gott kommt, Frieden, der höher ist als deine menschliche Vernunft. Ohne Frieden gibt es keine Gerechtigkeit auf dieser Welt. Und für die Bewahrung der Schöpfung braucht es Frieden.

Zum Nachdenken:

  • Im Himmel, da soll’s auch schön sein.
  • Die Ewigkeit ist mein Zuhause ꟾ Du hast sie mir ins Herz gelegt (aus dem Lied „Ewigkeit“ von Outbreakband).

Buch für deine Bibliothek:

Carly Fiorina, Mit harten Bandagen: Die Autobiografie

Beschreibt, wie Carly als Frau leitet, dass man das anders machen darf, aber genauso gut ist und die besten Ergebnisse erzielt. Dass man für Frauenrechte kämpfen muss, hat Ute erst nach der Wende mitbekommen – das brauchte man in der DDR nicht.

Weisheiten fürs Leben:

  • Es gibt für alles eine Zeit. Schätze das Jetzt. Bleibe neugierig auf die Zukunft, aber lebe mehr im Jetzt.
  • Sei jeden Tag neugierig auf die Menschen, die du triffst.

Wie du Entscheidungen triffst:

  • Mit dem Verstand und aus dem Bauch.
  • Versuche auch zu fühlen, ob sich das gut für dich anfühlt.

Wie du mit Niederlagen umgehst:

  • Es geht trotzdem weiter. Nach vorne schauen. Wenn nicht Plan A, dann eben Plan B. Und das Alphabet hat 26 Buchstaben.
  • Sich nicht so festhängen, irgendwie geht’s weiter, auch wenn ich nicht weiß wie.
  • Einmal mehr aufstehen als hinfallen. Und dieses Liegenbleiben darf auch länger dauern als einen Augenblick.

Was Leben bedeutet:

  • Jesus hat uns ein Leben, die Fülle geschenkt.
  • Das Leben auskosten. Das Leben macht Spaß. Das Leben ist schön.
  • Leben ist ein Geschenk. Ob ich gesund bin oder nicht, ist dabei nicht wichtig. Wir leben nicht im Paradies. Wir leben in einer gefallenen Welt.
  • Leben bedeutet auch immer das, was ich daraus mache, mit einer Dankbarkeit, mit einer Offenheit für das Leben, mit einer Verantwortung für mein Leben und für die Menschen, die mir an die Seite gestellt sind: meine Familie, meine Nachbarn, meine Kollegen, meine Gemeinde etc.
  • Menschen in sein Leben zu lassen und in anderen Menschen eine Bedeutung zu gewinnen, wichtig zu sein für andere Menschen. Beziehung ist das, was bleibt.

Mein Fazit:

Das Leben mit Jesus ist ein Leben in seiner ganzen Fülle.